Das erste Jahr

  • Säuglingspflege

    • Was ist Zwiemilchernährung? Antwort

      Wenn die Muttermilch nicht reicht und alle Möglichkeiten der Milchleistungssteigerung mit der Hebamme zusammen ausprobiert wurden, kommt eine sogenannte Zwiemilchernährung in Frage.

      Hierbei wird deinem Baby nach den Stillmahlzeiten noch eine alters- und situationsentsprechende Säuglingsnahrung gefüttert, um die Nährstoffzufuhr zu sichern und die natürliche Entwicklung zu unterstützen.

      In jedem Fall solltest du dies mit deiner  betreuenden Hebamme und deinem Kinderarzt besprechen.

      Es gibt so viele verschiedene Babynahrungsangebote, dass es nicht leicht fällt, einen Durchblick zu bekommen und das richtige Produkt für dein Baby zu finden – auch hier weiß deine Hebamme Rat. Sie wird dich über mögliche Veränderungen deines Babys wie zum Beispiel beim Stuhlgang oder dem Schlafverhalten etc.  informieren.

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    • Was sollte ich beim Thema Flaschennahrung beachten? Antwort

      Falls du nicht stillen kannst, willst oder darfst, fütterst du dein Baby mit Babymilchnahrung. Die Nahrungsindustrie muss höchste Ansprüche erfüllen, deshalb kannst du dir sicher sein, dass die Produkte im Regal auch „babygerecht“ sind. Es gibt viele verschiedene Anbieter und es stellt sich die Frage, was  die richtige Nahrung für dein Baby ist. Günstig ist es, die Nahrung fortzuführen, die der Säugling bereits in der Klinik erhalten hat. Diese kennt das Baby und du weißt, dass dein Baby sie verträgt.

      Falls du schon bei einem älteren Kind gute Erfahrung mit einer bestimmten Babynahrung gemacht hast, wirst du dich sicher wieder für diese entscheiden. Falls du dir unsicher bist, welche Nahrung die Richtige ist, frage auf der Wochenstation bzw. bitte deine Hebamme um Rat - sie kennt sich mit den verschiedenen Nahrungsangeboten aus und wird dich richtig beraten. Häufig hat sie Produktproben, die sie anbietet, damit du beziehungsweise dein Baby probieren kann.

      Kaufe genügend Fläschchen, anfangs reicht die kleine Größe. Doch schon bald wird der Hunger größer sein und du brauchst die größeren Fläschchen.

      Bei den Saugern wirst du feststellen, dass es ganz verschiedene gibt. Wieder ist hier deine Hebamme der richtige Ansprechpartner. Erkundige dich bereits in der Schwangerschaft, zum Beispiel beim Geburtsvorbereitungskurs – vielleicht hat deine Hebamme verschiedene Modelle zum Zeigen und Kennenlernen.

      Alles rund um die Grundausstattung (Fläschchen, Sauger, Reinigungsmittel, Vaporisator, Schnuller,…) kannst du mit deiner Hebamme besprechen - sie weiß Rat und hat wertvolle Tipps, wie z. B. abgekochtes kaltes Wasser in einer verschlossenen Kanne bereit zu halten, um das frisch abgekochte, viel zu heiße Wasser auf die richtige Temperatur zu bringen - denn Babys wachen auf und haben sofort Hunger und können deshalb schlecht warten.

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    • Was gehört alles zur Säuglingspflege? Antwort

      Säuglingspflege ist mehr als nur wickeln oder baden – die Haut ist das größte Sinnesorgan, deshalb ist es wichtig, besonders sorgsam und vorsichtig zu sein. Da die Haut deines Babys viel empfindlicher ist als deine, ist es wichtig, nur Babyprodukte zu verwenden. Deine Hebamme wird dir Empfehlungen zur Körperpflege geben und dir zum Beispiel  beim Baden deines Babys behilflich sein. Hier ist eine gute Vorbereitung das halbe Vergnügen und Papas machen das besonders gerne.

      Wissenswert ist, dass die Talgdrüsen zwar in der Babyhaut nahezu vollständig vorhanden sind, sie aber noch nicht ausreichend Fett produzieren. Die Haut der Babys neigt daher eher zu Trockenheit. Auf Babyhaut abgestimmte Produkte versorgen diese Bedürfnisse optimal.  

      Achte beim Baden auf die richtige Badetemperatur, richte alles her und lege dir deine Utensilien wie Waschhandschuh oder Handtuch parat. Gehe in Gedanken anfangs die ganze Badeprozedur durch, damit du nichts vergisst. Es reicht, wenn du dein Baby zwei- bis dreimal in der Woche badest. Beim Abtrocknen bitte alle kleinen Hautfalten gut trocknen, auch hinter den Ohren nachsehen. Keine feuchten Stellen hinterlassen, da dann die Haut schneller wund wird. Zum Schluss kannst du dein Baby sanft mit einer angepassten Babypflege einmassieren. Das tut euch beiden gut.

      Da das Fettgewebe in der Unterhaut noch nicht ganz entwickelt ist, sind Babys besonders kälteempfindlich. Deshalb sollte es am Wickelplatz schön wärm sein. Ein Wärmestrahler in sicherer Höhe installiert sorgt für Behaglichkeit beim Wickeln oder Pflegen nach dem Baden. Lasse dein Kind niemals alleine auf dem Wickeltisch liegen! Die Unfallgefahr ist hier sehr hoch.

      Das Nägelschneiden hat erst einmal Zeit - gewöhnlicherweise gilt die vier- bis sechs Wochenregel. Dennoch können die kleinen Nägel schon lang sein und Kratzer hinterlassen. Wenn dies der Fall sein sollte, kannst du dein Baby schützen, indem du Handschuhe oder Fäustlinge verwendest. Meist brechen die Nägel einfach ab.  Damit alles gut geht, besorge dir eine Babynagelschere/ Babynagelknipser. Am einfachsten kannst du deinem Baby die Nägel schneiden, wenn es schläft. Sei aber auch hier besonders vorsichtig.

      Dein Kind sollte im ersten Jahr keiner direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt sein – schütze es deshalb mit Kleidung, Sonnenschirmen, Sonnenhut und Sonnencreme. Benutze immer eine Creme mit entsprechendem Lichtschutzfaktor und achte darauf, dass es im Kinderwagen durch Tücher oder Schirme nicht zu einem Hitzestau kommen kann.

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    • Wie entwickelt sich mein Kind im ersten Lebensjahr? Antwort

      Babys wachsen schnell und man stellt sich immer die Frage, ob alles normal verläuft. Wichtig ist sich immer klar darüber zu sein, dass jede Entwicklung anders und ganz individuell verläuft. Das eine Baby steht schon mit 7 Monaten auf den Beinen, das andere erst mit 11. Das ist alles normal. Nimm die Entwicklungsschritte deines Kindes entspannt und freue dich auf alles Neue, was kommt.  Durch die regelmäßigen U-Untersuchungen in den ersten Lebensjahren fallen Entwicklungsstörungen normalerweise auf und so kann darauf reagieren.

      Hier ein paar Entwicklungsbeispiele:

      Nach der Geburt schlafen viele Babys die meiste Zeit des Tages – bis zu 17 Stunden! Dein Baby braucht viel Nähe, Wärme und Geborgenheit. Genieße diese Zeit, lass dich auf den Rhythmus deines Kindes ein, macht gemeinsam Babyflitterwochen und erkennt das Wunder des kleinen Wesens.

      Mit ca. 3 Monaten erhältst du das erste Lächeln deines Babys zurück, manche fangen hier sogar schon an zu fremdeln, das heißt, dass sie weinen, wenn eine fremde Person zu Nahe kommt. Dann brauchen sie viel Nähe und Trost. Meist gibt sich diese Phase bald wieder. Babys stecken jetzt so langsam such alles in den Mund, was ihnen zwischen die Finger kommt. Zunehmend bildet sich die Motorik deines Babys aus, es interessiert sich für seine Umwelt, stützt sich auf, beginnt zu robben, dreht sich selbständig – hier heißt es jetzt auch: höchste Vorsicht auf dem Wickeltisch. Dein Baby fängt an, vor sich hinzubrabbeln, bald kann es sitzen. Dein Kind ist jetzt ca. 6 Monate alt.  

      Mit ca. 7 Monaten klappt das Sitzen, Spielsachen gehen von einer Hand in die andere und mit größter Begeisterung auf den Boden geworfen, damit Mama oder Papa sie wieder zurückbringen. Auch hier kann sich eine neue Phase des „Fremdelns“ entwickeln.

      Mit etwa 9 bis 12 Monaten zieht sich das Kind überall hoch, vielleicht versucht es schon zu stehen oder gehen – alle gefährlichen Sachen in Sicherheit bringen und keine Kabel herunterhängen lassen. Einfache Silben wie da-da-da oder ba-ba bringt es zustande, die ersten Zähnchen sind unterwegs.

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    • Soll ich das Baby nach jedem Füttern wickeln? Antwort

      Ob Tag oder Nacht – Wickeln ist Pflicht, wenn dein Baby Stuhlgang hatte. Oftmals zeigt dein Baby dir dann auch an, dass es sich in der vollen Windel unwohl fühlt. Ansonsten liegst du mit ungefähr sechs Windelwechseln pro Tag genau richtig. Ob du  vor oder nach dem Stillen/ Füttern wickelst, hängt von den Vorlieben deines Babys ab. Meistens ist es allerdings entspannter, ein sattes und zufriedenes Baby zu wickeln als ein gerade aufgewachtes und nach Nahrung schreiendes, hungriges Kind durch das Windelwechseln „hinzuhalten“. Nutzt dein Baby die Nahrungsaufnahme hingegen gelegentlich, um so richtig schön schläfrig zu werden, kann es sinnvoll sein, vor der Mahlzeit zu wickeln oder auch mal einen Windelwechsel auszulassen, um das Baby nicht „wach zu wickeln“. Keine Sorge, die heutigen Einmalwindeln schließen den Urin so fest ein, dass die empfindliche Babyhaut keinen Schaden nimmt. Damit sich dein Baby langsam an einen Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnt, solltest du auch beim Wickeln die Nacht nicht zum Tag machen. Das heißt: Lege dein Baby – sofern es keinen Stuhlgang hatte – nach dem Stillen gleich wieder hin, denn Wickeln macht die meisten Babys munter.

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  • Schlafempfehlungen

    • Wie lange soll mein Baby schlafen? Antwort

      Jedes Baby ist anders. Also kein Grund zur Sorge, wenn dein Baby besonders viel oder wenig schläft. In den ersten Lebenstagen schlafen Säuglinge bis zu 21 Stunden pro Tag. Einige Babys verlangen alle zwei bis drei Stunden nach Nahrung, andere Babys lassen schon früh Mahlzeiten aus und schlafen auch schon mal längere Phasen von vier Stunden. Nach sechs Wochen nimmt die Schlafdauer der meisten Babys auf 17 Stunden pro Tag ab, die Wachphasen des Babys steigen entsprechend. Auch ein Tag-Nacht-Rhythmus spielt sich jetzt langsam ein, so dass dein Baby nachts in der Regel längere Phasen als am Tag schläft.

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